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Barrierefreies Internet

Was ist Internet
Internet als Informationsmöglichkeit
Internet als Kommunikationsmedium
Barrierefreier Zugang zu Internetseiten
Ausprobieren im WWW

Zusammenfassung

1. Was ist Internet

Der Begriff Internet ist nicht gleichzusetzen mit dem World Wide Web.

Das "Hypertext Transfer Protocol" (HTTP) bietet die technische Grundlage und die Sprache "Hypertext Markup Language" (HTML) die sprachliche Grundlage für das World Wide Web.

Angebote wie E-Mail, Newsgroups oder Chat gehören ebenso zu den Möglichkeiten des Internets wie das WWW.

Grundlegend für die Ausweitung eines solch globalen Netzwerkes sind Standards in Form von Regeln und Protokollen.

2. Internet als Informationsmöglichkeit

Als wichtigstes Element für blinde Internetnutzer wird der ungehinderte Informationszugang angesehen.

Die NNG-Studie von 2001 sagt im Wesentlichen aus, dass Benutzer von Screenreadern drei- bis sechsmal mehr Recherchezeit im Internet benötigen als die sehende Kontrollgruppe.

Informationen immer als Text zur Verfügung stellen

Zusätzliche "nur-Text-Version" anzubieten ist nicht mehr zeitgemäß.

Trennung von Information und Layout

3. Internet als Kommunikationsmedium

Es kann zwischen synchroner (Chat) und asynchroner Kommunikation (E-Mail) unterschieden werden.

Asynchrone Kommunikation ist beim derzeitigen technischen Stand für blinde Internetnutzer ohne Nachteile zu betreiben

Synchrone Kommunikation stellt vielfach für Screenreader- und Großschriftbenutzer eine Überforderung da, auch wenn diese Form technisch gesehen keine Barriere mehr darstellen muss.

So genannte E-Maillisten erfreuen sich im Blindenwesen steigender Beliebtheit (Stand 18.10.2005, 162 Listen).
URL: http://www.bfg-it.de/ake-ml.php?art=99999

4. Barrierefreier Zugang zu Internetseiten

Eine einfache Faustregel für die Zugänglichkeit von Web-Seiten:
Wenn Web-Seiten auch bei ausgeschalteter Grafikfunktion eines Internetbrowsers ohne Verlust wesentlicher Informationen lesbar sind und die Navigation gewährleistet bleibt, können diese Seiten auch von blinden und sehbehinderten Menschen genutzt werden.

Das am 01. Mai 2002 in Kraft getretene Gesetz zur Gleichstellung behinderter Menschen (BGG) fördert barrierefreie Informationstechniken.

§ 11 Barrierefreie Informationstechnik
(1) Träger öffentlicher Gewalt im Sinne des § 7 Abs. 1 Satz 1 gestalten ihre Internetauftritte und -angebote sowie die von ihnen zur Verfügung gestellten grafischen Programmoberflächen, die mit Mitteln der Informationstechnik
Verordnung zur Schaffung barrierefreier Informationstechnik nach dem Bundesgleichstellungsgesetz (BITV)
Web Accessibility Initiative (WAI) Zugänglichkeitsrichtlinien für Web-Inhalte des W3C:

(14 Checkpunkte)

Der Fachausschuss für Informations- und Telekommunikationssysteme (Fit) der Blinden- und Sehbehindertenverbände stellt seine Minimalanforderungen vor:
Textgestaltung: Wenn Bilder verwendet werden, muss eine Textalternative angeboten werden. Schriftart, -farbe und -größe müssen vom Benutzer frei wählbar sein. Animierte Texte sind problematisch.
Rahmen (Frames): müssen sinnvoll beschriftet werden.

Formulare und Dialoge: Die Beschriftung von Eingabefeldern muss in unmittelbarer Feldnähe erfolgen. Die Verwundung von Java oder Javaskript ist immer noch problematisch.
Grafische Darstellungen und Symbole: müssen unbedingt sinnvoll beschriftet werden, grafische Links erhöhen diese Forderung.

5. Ausprobieren im WWW

Wie schätzen Sie die Barrierefreiheit folgender Internetseiten ein?

www.ebay.de
www.einfach.otto.de
www.google.de
www.hoerzu.de/text
www.schlecker.de
www.stern.de
www.wdr.de
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